2019

Josefine holt niemand ein

Schwimmen. Die zehn Goldmedaillen, die das Team des SV Burgwedel beim Wietzer Sprinttreff aus dem Wasser fischte, haben sich vor allem auf die jüngeren Aktiven verteilt.

Als Jüngste schwamm die siebenjährige Josefine Klein über 25 Meter Rücken allen davon. Jule Fellmann (Jahrgang 2009) konnte drei ihrer fünf Starts vergolden. Mats Mikolaiczyk (2009) siegte über 100 Meter Lagen, während Mika Finn Gante über 50 Meter Brust den Sieg im Jahrgang 2008 holte.

Zwei Disqualifikationen, aber auch zwei Siege verzeichnete Kjell Mikolaiczyk (2007). Der gleichaltrige Felix Scholz schloss die 50 Meter Freistil sowie Rücken erfolgreich ab und war auch über 100 Meter der Schnellste. gz

Das sind die sportlichsten Burgwedeler 2018

Sportlerehrung auf der Stadtfestbühne: 15 Sportler bekommen Urkunden und Burgwedel-Gutscheine

Großburgwedel. Besondere Leistungen wollen gewürdigt werden. Herausragende sportliche Erfolge aus dem Vorjahr honoriert die Stadt Burgwedel bei der jährlichen Sportlerehrung. Bereits zum zweiten Mal war diese Ehrung in das Stadtfest eingebettet. So konnten nicht nur Freunde und Angehörige die Ehrung verfolgen, sondern auch interessierte Bürger. Eine große Bühne für große Leistungen sozusagen. Urkunden und Burgwedel-Gutscheine gab es am Sonnabend für 15 Sportler aus drei Vereinen. Diese überreichten Bürgermeister Axel Düker, Rainer Fredermann als Vorsitzender des Kuratoriums der Sportstiftung, der Vize-Vorsitzende des Sportrings Burgwedel, Guido Conrad, und die Vorsitzende des Sport- und Freizeitausschusses Julia Rohwer.

„In Burgwedel ist der Sport nicht nur da, sondern wird auch gelebt“, strich Bürgermeister Düker heraus. „Wenn wir einen Berg hätten, gäbe es hier bestimmt auch noch Alpin-Abfahrt. Ansonsten gibt es kaum eine Sportart, die in den Vereinen nicht angeboten wird.“ Mit dem Bau der neuen Drei-Feld-Halle am Gymnasium werde sich die Situation für Schul-und Vereinssport deutlich verbessern, kündigte er an. Auch Fredermann hatte frohe Kunde: Die Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche im Sport sollen erhöht werden, hieß es aus dem Finanzministerium. Die steuerfreie Übungsleiterpauschale solle von 600 auf 3000 Euro jährlich angehoben werden, die für Ehrenamtliche von 120 auf 840 Euro. „Ich hoffe, das geschieht schon im nächsten Jahr“, sagte Fredermann.

Die meisten der ausgezeichneten Sportler stammen aus Sparten der Turnerschaft Großburgwedel (TSG). Bei den Jugendlichen aus der Sparte Leichtathletik sind es Romy Mia Beyme und Jan Krohn. Romy errang bei den Kreismeisterschaften in Wunstorf den ersten Platz im 2000-Meter-Lauf. Jan sicherte sich bei den Kreismeisterschaften in Neustadt am Rübenberge den ersten Platz im 800-Meter-Lauf. Bei den Bezirksmeisterschaften siegte er im 60-Meter-Hürdenlauf und auch im Mehrkampf.

Bei den Geräteturnern hatten Lara Metzner und Carla Steinbrecher die Nase vorn: Lara errang bei den Kreismeisterschaften in Langenhagen den ersten Platz im Geräteturnen Kürwettkampf LK 3, Carla siegte im gleichen Wettbewerb beim Kürwettkampf LK 2. Bei den Nationalen Sommerspielen in Kiel im Mai 2018 waren Stefan Beregus, Daniel Sandmann, Michael Roediger und Benjamin Asche in der Kategorie Special Olympic ganz weit vorne: Beregus belegte Platz drei im 100-Meter-Sprint. Sandmann siegte im Minispeerwurf mit einer Weite von 32 Metern. Roediger belegte Platz zwei in der Gruppe M06 mit 16 Metern. Und Asche wurde zweiter in der Gruppe M02 sowie Dritter im Kugelstoße in der Gruppe M09.

Für die erwachsenen Geräteturner der TSG waren Antonia Schrader und Nina Flatt bei den Bezirksmeisterschaften im April 2018 am Start. Sie erkämpften sich beide Platz eins im Geräteturnen Mehrkampf. Eine deutsche Meisterin stellt der Verein Islandpferdereiter Isernhagen und Umgebung mit der Burgwedelerin Claudia Rinne. Sie belegte bei der deutschen Meisterschaft in Kassel den ersten Platz im Passrennen.

Auch die Schwimmer des Schwimmvereins Burgwedel sind extrem erfolgreich: Timon Kost belegte jeweils Platz eins beim 50-Meter- und 100-Meter-Brustschwimmen bei den Bezirks-Kurzbahn-Meisterschaften in Hannover. Jule Fellmann siegte beim gleichen Wettkampf im Brustschwimmen über die Distanz von 200 Metern. Pia Sophie Fellmann belegte bei den Landesmeisterschaften in Hannover den zweiten Platz im 100-Meter-Rückenschwimmen. Und Lena Ringkampf erkämpfte sich bei den Kreismeisterschaften in Barsinghausen im September 2018 jeweils Platz eins in den Disziplinen 50-Meter- und 100-Meter-Schmetterling.

TSG feiert viele Erfolge

Vereinsübergreifendes Training 2019

SV Burgwedel erfolgreich: Die Kleinen Schwimmerinnen ganz groß - Aus: Burgwedel aktuell vom 16.05. 2019

Am vergangenen Sonnabend, 11. Mai 2019, fanden in Garbsen die Kreismeisterschaften der Masters und der Jugend E Wettkampf statt.

Zwei Schwimmerinnen des Schwimmvereins (SV) Burgwedel traten zu ihrem ersten Wettkampf an und waren sehr erfolgreich.

Josefine Klein (2012) erreichte bei der Punktbestenwertung ihres Jahrgangs Platz 1 mit 225 Punkten und setzte sich an die Spitze von insgesamt 20 Schwimmerinnen. In der Einzelwertung belegte sie Platz 1 in 25 Meter Rücken.

Lara Marie Mundt (2010) startete schon bei den etwas größeren und musste unter anderem 50 Meter und 100 Meter schwimmen. Hier belegte sie jeweils Platz 3 in 50 Meter Brust und 100 Meter Lagen. In der Gesamtwertung wurde es Platz 8 von 14 Schwimmerinnen.

Die alten Hasen Michael Matthias und Sebastian Schmidt traten bei den Masters an. Auch sie waren mit ihren Leistungen zufrieden. Michael Matthias belegte in der Gesamtwertung Platz 1, nachdem er auch alle Rennen über 50 Meter und 100 Meter Rücken sowie 50 Meter Freistil für sich entschieden hatte. Sebastian Schmidt wurde 2. in der Gesamtwertung. In der Kreispunktetabelle wurde es nur der 8 und somit letzte Platz, aber vier Schwimmerinnen und Schwimmer reichten für ein gutes Gesamtergebnis nicht.

Sommer ohne weite Sprünge - Marktspiegel 27.03.2019

Sprungturm bleibt ganze Saison gesperrt - HAZ 21.03.2019

Zu viele Sicherheitsmängel / Neue Sprunganlage kommt 2020 / Becken wird abgeflacht
VON CARINA BAHL


Der Sprungturm im Freibad entspricht nicht der geltenden DIN-Norm.


Großburgwedel. Der Sprungturm in Großburgwedel muss die komplette Freibadsaison 2019 geschlossen bleiben. Das hat die Stadtverwaltung am Dienstagabend im Sport- und Freizeitausschuss erklärt. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.
Warum wurde der Sprungturm überhaupt gesperrt?
Bei einer Überprüfung im Sommer 2017 stellte sich heraus: Der Sprungturm im Freibad entspricht nicht der geltenden DIN-Norm. Es gibt Sicherheitsmängel. Der Einer- und Dreier-Sprungturm stehen zu dicht beieinander, teils zu dicht am Rand. Der Sicherheitsbereich beim Springen ist nach vorn zu kurz. Zudem sind die Leitern zu steil angebracht, und die Geländer sind gefährlich, weil sie waagerechte Sprossen haben – Kinder könnten draufklettern oder dazwischendurchrutschen.
Wie kam es zu der Überprüfung?
Es gab laut Stadtverwaltung einen Hinweis an die Bademeister. Um sicherzugehen, ließ die Stadt einen Gutachter den Sprungturm prüfen. Zudem wurde im Frühjahr 2018 – als das Wasser raus war – das Becken unter dem Sprungturm vermessen. Das Ergebnis: Auch der Winkel, in dem das Becken vom Schwimmerbereich zum Sprungbereich tiefer wird, ist viel zu steil. Die Stadt musste aus Sicherheitsgründen den Sprungturm sperren.

Warum ist nicht vergangenes Jahr schon etwas geändert worden?
Die Stadt hat gemeinsam mit dem Rat im vergangenen Jahr einen Arbeitskreis gegründet. Bei mehreren Begehungen wurden Varianten durchgespielt und geprüft, wie sich der Sprungturm retten oder neu realisieren ließe. Gleichzeitig wurden weitere Sanierungsmängel im Freibad aus den Sechzigerjahren – etwa in den Duschen oder an den Gebäuden – mit aufgenommen, um einen Überblick zu bekommen.

Welche Lösungen gibt es?
Bis Herbst 2018 stand im Raum, die Stadt müsse ein komplett neues Sprungbecken bauen, um die Normen und Sicherheitsauflagen erfüllen zu können. „Das hätte immense Kosten verursacht“, betont Hauptamtsleiter Götz-Gero Moeller. Bodenuntersuchungen, aufwendige Bauarbeiten und nicht zuletzt eine neue Technik hätte es für das separate Becken gebraucht. Die Politik war bereits so weit, das im Zweifelsfall auch zu beschließen.

Warum gibt es jetzt eine andere Lösung?
Im November 2018 wurde die DIN-Norm geändert – diesmal zum Vorteil Burgwedels. Mit den aktuell geltenden Abständen kann die Stadt einen neuen, sicheren Sprungturm an der jetzigen Stelle bauen. Der Abstand zwischen Einer und Dreier muss mindestens zwei Meter betragen, die Wassertiefe mindestens 3,50 Meter. Die alten Sprungtürme stehen aktuell 1,70 Meter nah beieinander. Die Wassertiefe lässt hingegen mit knapp 3,80 Meter Spielraum zu, damit die Stadt den kritischen Winkel im Sprungbecken von 46 auf 30 Grad abflachen kann. Das ist wichtig, damit niemand nach dem Sprung gegen eine Kante tauchen kann.

Was kostet das?
Die Politik hat grünes Licht für einen Fachplaner gegeben, der die neue Sprunganlage entwickeln soll.

Die Stadt kalkuliert mit 120 .000 Euro für den neuen Turm und die Änderung am Beckenboden. Im Herbst soll die Planung beginnen, im Winter die Ausschreibung folgen, im Frühjahr der Bau vollzogen werden. „Aber das ist abhängig vom Wetter und davon, ob sich Firmen auf die Ausschreibung bewerben“, betont Stadtarchitektin Claudia Kröger. Im Idealfall steht der neue Sprungturm zum Saisonstart am 1. Mai 2020. Der Planer soll zudem auch einmal eine neue Rutschanlage mit ins Auge fassen.

Und dann ist alles gut?
Nein, auch mit dem neuen Sprungturm wird es Einschränkungen im Freibad geben. Ein Problem, das sich in der kleinen Sprungbucht nicht beheben lässt, ist der Sicherheitsbereich nach vorn beim Springen. Künftig werden – sollte jemand gerade springen – zwei der sechs Schwimmbahnen gesperrt werden müssen. Nur so ist der Sicherheitsabstand von neun Metern gewährleistet.

Lässt sich in diesem Sommer vielleicht ein Auge zudrücken?
„Es gibt immer wieder Fragen, ob nicht unter Aufsicht oder wenigstens für die Schwimmabzeichen eine Ausnahme gemacht werden könnte“, sagt Bürgermeister Axel Düker. Aber nein: Der Turm bleibt ausnahmslos gesperrt. „Wir wissen jetzt um die Sicherheitsmängel. Wenn etwas passiert, ist das längst nicht mehr fahrlässig. Dann machen wir uns strafbar.“ Als Vater sei er mit seinem Sohn auch nach Burgdorf gefahren, um sich den Drei-Meter-Sprung für das Silber-Abzeichen quittieren zu lassen. Das sei misslich, „aber die Lösung, die wir jetzt haben, ist gut und richtig“. Immerhin: Für das Bronze-Abzeichen kann in diesem Sommer im Freibad vom Startblock gehüpft werden.

Hallenbad: Bade erhöht Druck auf Politik - HAZ 04.02.2019

Hallenbad: Bade erhöht Druck auf Politik
SC-Chef fordert Entscheidung bis Mitte 2019 und droht auch mit Rückzug aus Betrieb des alten Bades

Altwarmbüchen. Die Planungen für ein neues Hallenbad drohen zu scheitern, die Fronten sind verhärtet. Während die CDU noch keine Grundlage für einen Beschluss sieht, macht der Schwimmclub (SC) Altwarmbüchen jetzt Druck: Wenn keine Entscheidung bis Sommer falle, sei das Projekt gestorben, sagt Eckhard Bade.

Wenn der SC-Vorsitzende über sein Projekt spricht, dann hört sich alles einfach an: 5,5 Millionen Euro soll das Hallenbad kosten, das er möglichst auf dem TuS-Gelände in Altwarmbüchen bauen lassen will. Dabei muss nicht die komplette Summe auf den Tisch gelegt werden. Eine halbe Million Euro ist für die Planung einkalkuliert, die er persönlich unentgeltlich vornehmen will. Weitere 500 000 Euro sind Eigenleistungen. Bleiben 4,5 Millionen Euro, die über einen Kredit finanziert werden müssen, bei dem die Gemeinde für 1,5 Millionen Euro bürgen soll. Die Zusage der Hannoverschen Volksbank liegt laut Bade vor.

Bereits vor einem Jahr habe er seinen Plan den Politikern vorgestellt. „Keine Partei hat seitdem mit mir Kontakt aufgenommen. Das alte Bad ist nicht sanierungsfähig, und keiner der Politiker hat einen Plan B in der Tasche“, kritisiert Bade. Daher sei für ihn jetzt klar: „Wenn bis Mitte 2019 keine Entscheidung getroffen ist, ist das Projekt gestorben.“ Er suche bereits das Gespräch mit anderen Kommunen. „Ich werde auch mit Unternehmen sprechen“, kündigt der SC-Chef an. Diese könnten für die 1,5 Millionen Euro eintreten, für die die Gemeinde bürgen sollte. „Es handelt sich schließlich nicht um ein kommunales Projekt, sondern um ein Privatprojekt der Hallenbad Isernhagen Betreiber GmbH.“ Sollte sich die Gemeinde aus dem Projekt zurückziehen, werde es aber auch keine Sonderkonditionen mehr für das Schulschwimmen geben.

Morgen hat SC Versammlung

Als Drohung will Bade diese Deadline nicht verstanden wissen – und doch geht er noch einen Schritt weiter: „Sollte bis Mitte 2019 nichts entschieden sein, wird sich der Schwimmclub auch aus der Betreibergesellschaft des alten Hallenbads herausziehen.“ 48 Prozent der Anteile besitzt der Schwimmclub. „Da bin ich gespannt, wer das Hallenbad dann am Laufen hält“, sagt Bade. Bei der Mitgliederversammlung des SC morgen ab 19 Uhr im Hotelrestaurant Amadeus in Altwarmbüchen will er sich dafür die Rückendeckung des Vereins holen. Gäste sind zur Versammlung willkommen.

Auslöser für Bades Äußerungen ist eine öffentliche Mitteilung der CDU-Fraktion. „In letzter Zeit werden vermehrt Stimmen laut, es fehle aus der Politik an zustimmenden Bekenntnissen zu einem neuen Hallenbad“, schreibt darin der Fraktionsvorsitzende Helmut Lübeck. Generell sei ein neues Hallenbad reizvoll und ein Standortvorteil für Isernhagen, „aber keine zwingende Notwendigkeit“. Es könne nicht sein, dass man von den Politikern erwarte, die Idee unreflektiert mit Begeisterung aufzunehmen. Es fehle ein Konzept, das realistische Baukosten, die nachhaltige Finanzierung und die Bezahlung der Folgekosten aufschlüssele.

Ist das Projekt noch zu retten? „Wir bleiben im Gespräch mit Herrn Bade“, sagt Bürgermeister Arpad Bogya. Aber auch er sehe noch Fragezeichen, die bis zu einer Beschlussvorlage im Rat aus dem Weg geräumt werden müssten. „Bis Juni ist ja noch etwas Zeit.“ Die Auffassung Bades, dass es sich um ein privates Projekt handele, würde Bogya infrage stellen: „Herr Bade setzt auf kommunale Flächen, und die Gemeinde hält 24 Prozent der Anteile in der Betreibergesellschaft, die das Bad bauen soll.“ Eine vernünftige Lösung müsse das Ziel sein. „Daran hat auch die Gemeinde großes Interesse“, sagt Bogya.

"Die Grenzen sind erreicht" - Burgwedeler Nachrichten